SBB Kufen - und pa - Behälter - System

(pa = porteur aménagé)


FZ von Thomas Brian und Martin Voepel


 
 
Kufenbehälter - Wagen O 74001 - 045
  Für 4 Behälter à 9 m3.
  Der Grossteil der Wagen wurde zwischen 1972 und 1981 ausgemustert; 14 Wagen verblieben ab 1967 als Fs resp. ab 1981 als Klms
Beladen mit 4 Kufen-Behältern
Offene Behälter à 9 m3, 181 Stück
Nr. sp 56181-361
pa-Behälter - Wagen O 74201 - 292
  74201 - 216 und 74249 - 272 je 5 Behälter à 9 m3 geschlossen.
  74217 -248 und 74273 - 292 je 5 Behälter à 8.5 m3 offen
  Ausrangierungen 1982 - 1991
Wagen mit 5 Behältern à 8.5 m3 offen
Wagen mit 5 Behältern à 9 m3 geschlossen. (Schüttgutbehälter oxydrot für Getreide etc.)
Wagen mit nur 4 Behältern à 9 m3 geschlossen. (Schüttgutbehälter schwarz für Salz; da dieses viel schwerer ist als Getreide ist, konnten aus gewichstgründen nur 4 Behälter transportiert werden)
pa-Behälter O74410 - 500
  74410 - 440, 3 Grossbehälter à 12 m3
  74441 - 74499, 3 Grossbehälter à 6.7 m3
  74500, 2 Grossbehältern à 7.6 m3
  Ausrangierung 1965 - 1972
Wagen mit 3 Behältern à 6.7 m3 offen
Wagen mit 3 Behältern à 9 m3 geschlossen. (Schüttgutbehälter schwarz für Salz)
Wagen mit 3 Behältern à 12 m3 geschlossen
Offene Behälter à 3 m3, insgesamt 30 Stück
Offene Behälter à 6.7 bis 7.6 m3, insgesamt 180 Stück
Von den insgesamt 200 Getreidebehältern baute die Firma Tuchschmid in Frauenfeld deren 120, die restlichen 80 Stück kamen von der Firma J. Meyer AG in Rheinfelden.
Geschlossene Behälter à 9 m3 für Salz.. Es wurden ca. 12 Stück aus den Getreidebehältern hergerichtet.
Geschlossene Behälter à 12 m3 aus Holz für Papier, Bücher, Glas, Porzellan, Textilien etc.., insgesamt 121 Stück. Die ersten Behälter, von der NS abgekauft, waren noch aus Metall und silbern.
 
  SBB P 77800 - 802
  Ford / Van Doorne (Sattelauflieger)
  Von den NS übernommen
  Bis 1965 im Einsatz
  SBB P 77803 -809
  Berna / Van Doorne (Sattelauflieger)
  Bis 1965 im Einsatz
  SBB P 95511 - 521
  Bedford / Ackermann (Sattelauflieger)
  Bis 1981 im Einsatz
 

Kurzbeschreibung:

  • Kufenbehälter:

    • Die Kufenbehälter hatten keine Rollen und konnten im Gegensatz zu den pa- Behälter nur mit Kranen um- oder entladen werden. Die 9m³ Behälter wurden nie im kombinierten Ladungsverkehr eingesetzt, sondern dienten primär als Umschüttmittel an den Bahnhöfen, das heisst Kohle in den offenen LKW kippen. Bei den Bildern von SBB Historic sieht man dies deutlich (siehe dazu Link: sbbarchiv.ch oder sbbarchiv.ch).
    • Das System mit den Kufenbehältern war aber schon 1957 veraltet - die Nachfolger waren die hydraulischen Hubkippwagen, welche bereits Jahre zuvor in Deutschland eingeführt wurden! Siehe dazu Link: SBB Güterwagen F-u und Fs-u.
    • Die Kufenbehälter wurden von MFF entwickelt. Sie konnten jedoch auch auf den CTW für pa- Behälter eingesetzt werden, da Distanz und Profil der Kufen exakt mit den Rollen übereinsprach und auch die entsprechenden Befestigunsösen vorhanden waren.
  • pa- Behälter

    • Entsprechend den Vorbildern in Deutschland (System Culemeyer) und den Niederlanden führten die SBB im Jahre 1949 den dritten "Haus zu Haus"- Dienst ein (nach den Kleinbehältern und den Strassenrollschemeln). Zum Einsatz gelangte das von den NS benutzte Abrollbehältersystem. Die für einen europaweiten Einsatz und nach UIC-Richtlinien gebauten Abrollbehälter wurden später "porteur aménagé" (pa) genannt.
    • Als die SBB im Sommer 1949 das System testeten, stellten die NS eigene Behälter, Tragwagen sowie Sattelschlepper zur Verfügung. Sehr schnell wurden mehrere Behälter-Terminals eingerichtet. Jedoch, der Einsatz von pa- Behältern entwickelte sich in der Schweiz nicht so erfolgreich wie in Deutschland. Als Gründe werden das dichte Schienennetz mit vielen Güterumschlagstationen und Anschlussgleisen, sowie die früh eingeführte Palettierung genannt.
    • Bis 1965 beschafften die SBB 196 Tragwagen für drei bis fünf Behälter sowie rund 800 Transportgefässe in verschiedenen Ausführungen. Siehe dazu folgende Links: sbbarchiv.ch oder sbbarchiv.ch
    • Für die Haus zu Haus- Zustellung nahmen die SBB eigene Sattelschlepper in Betrieb, als erstes drei NS-Zugmaschinen der Marke Ford mit Baujahr 1948; 1951 folgten sieben fabrikneue Berna. Die ersten zehn Sattelauflieger stammten von der Firma Van Doorne. Von 1963 bis 1965 wurden noch elf neue Bedford-Schlepper samt Ackermann- Sattelauflieger angeschafft.
    • Auf Beginn der 80-er-Jahre stellten die SBB das pa- Behälter -System ein.
Der Portalkran im Jahre 2008 im Bahnhof Brugg
Aufnahmen Thomas Brian
 
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