alle Züge in beiden Richtungen

Autotransportzüge am Gotthard


FZ von Thomas Brian


 

Im März 1939 einer der letzten Züge mit dem Autoverlad als "begleitetes Gepäck". Am Schluss einer der neuen Autoverladewagen Ob 74801 - 820. Die vier ersten Wagen dieser Serie wurden bereits 1938 erbaut (siehe nachstehend). Die Be 4/6 stammt von Daniel Hentschel

 

Am 25. April 1948 führt die Ce 6/8 III 14308 einen Autozug mit 9 Verladewagen des Jahrganges 1939 durch den Gotthard

 

Im Sommer 1951 war der Be-4/4-Triebwagen Nr. 721 vorübergehend dem Depot Bellinzona zugeteilt und wurde für den Autoverkehr im Gotthardtunnel eingesetzt

 

 

Der obige Zug könnte genau so gut von einem Triebwagen Ce 4/6 758 geführt worden sein

 

Zur Aushilfe in Stosszeiten wurden auch noch Züge mit M4-Wagen eingesetzt. Hier bringt eine kleine Rangierlok Te' einen Kurzzug an die Auffahrtsrampe

 

Der Zug ist beladen und wird mit einem Triebwagen Ce 4/4 722 durch den Gotthardtunnel gezogen

 

Hier noch ein gleicher Kurzzug mit einem Triebwagen Ce 4/6 756

 

Ein "Halbschuh" (Ee 3/3 16311) bringt eine Komposition an die Verladerampe

 

Eine Be 6/8 13310 führt einen Autozug durch den Gotthardtunnel. Im Personenwagen müssen die Motorradfahrer Platz nehmen

 

Wird der Zug von einem Triebwagen Ce 4/6 757 geführt, so wird kein zusätzlicher Personenwagen benötigt

 

Unechter Pendelzug mit je einem Triebwagen Ce 4/6 an beiden Zugenden

 

Ab 1962 tauchen die ersten Ae 3/5 10225 und 10226 am Gotthard auf. Sie sind mit einer Pendelzugausrüstung eingerichtet

 

Den Betrieb bewältigen ab 1968 drei Züge: Sie bestehen aus einer Lok Ae 3/5 (Seite Airolo), einer Komposition des Typs 4-7, einer Komposition des Typs 1-3, einem Wagen für Motorräder und einem Steuerwagen BDti

 

Wenn die Pendelzüge an Feiertagen und bei Ferienbeginn mit GM-Wagen verstärkt sind, muss die Lok immer an der Zugspitze laufen. Zur Beschleunigung steht in Göschenen und Airolo eine Lok für die Ablösung bereit. Neben den Ae 3/5 werden dann auch Ae 6/6 herangezogen. Dieser Zug wurde um einen Typ 4-7 gekürzt

 

In den vorbeschriebenen Fällen kommt es also auch vor, dass die Zuglok vor dem Steuerwagen laufen muss

 

Die in Reserve stehende Komposition des Typs 4-7 wird namentlich für den Cartransport an Ostern eingesetzt, hier geführt von einer Be 4/6 12327 (Lok von Daniel Hentschel)

 

Die Züge wurden aus einer unterschiedlichen Anzahl von Wagen, je nach Bedarf, zusammengestellt. Da die Wagen noch keine Schutzgitter aufwiesen, mussten die Autopassagiere aus Sicherheitsgründen (allenfalls herunterfallende Stromleitungen) in Personenwagen durch den Gotthardtunnel fahren.

  • Autotransportwagen, 1938-1939 aus den Untergestellen von ausrangierten Personenwagen ex JS hergerichtet (C3, Baujahr 1891). Seiten- und Stirnwände mit abklappbaren Elementen. Verlad auf dem letzten Wagen und Vorrücken auf der "Ladestrasse" der Wagen.
  • 1961 Ausrüstung von 10 Wagen mit der Steuerleitung für Pendelzüge 74811 - 74820
  • 1961 Umbau von 4 Wagen: Abbau der Plattformen, Stummelpuffer, Kurzkupplung 74811 - 74814.
  • Autopassagiere müssen aus Sicherheitsgründen in den Personenwagen Platz nehmen.
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    Eine vollständige Komposition ab 1955

  • Von den 40 Spezialwagen O 74801 - 74840 werden deren 24 zur Bildung von drei festen Kompositionen umgeändert. Sie sind mit Kurzkupplungen und flachen Übergangsbrücken miteinander verbunden. Der Zug bildet auf seiner ganzen Länge eine zusammenhängende Rollbahn - die so genannte rollende Strasse. Ein Gerüst aus Stahlrohren (Bögen) schützt die Autos und ihre Insassen vor den Gefahren herunterfallender Fahrleitungen und verhindert, dass Autotüren, die sich etwa öffnen, über das Wagenprofil hinausgeraten.
  • Jede Komposition besteht aus acht Bogenwagen, denen sich an den beiden Enden je ein Verladewagen anschliesst. Diese Wagen sind aus 1955 - 1958 umgebauten Personenwagen der Baujahre 1918 - 1928 hervorgegangen.
  • Ein Ex-M7-Wagen für die Motorräder vervollständigt den Zug.
  • Mit der Einrichtung der Heizleitung und der Vielfachsteuerung wird es in der Folge möglich, die Kompositionen ab 1961 als Pendelzüge zu betreiben.
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    Eine der neuen Kompositionen ab 1961

  • 1961 werden angesichts des ständig steigenden Verkehrs und der Überstellung eines Zuges an den Simplon drei Pendelzüge mit Tiefladewagen (Raddurchmesser 800 statt 940 mm) gebaut. Die Züge bestehen aus acht Zweiachswagen mit Schutzbögen.
  • Eingerahmt werden die Züge von zwei Drehgestell-Verladewagen mit normal hohem Boden (1235 mm über Schienenoberkante)., der zur Herstellung der Verbindung mit den Tiefladewagen (950 mm Bodenhöhe ab Schienenoberkante) in einer leichten Neigung endet.
  • Der in der Höhe gewonnene Raum und die grössere Tragkraft erleichtert die Annahme gewisser Cars und Lastwagen.
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    Komposition mit Drehgestell-Verladewagen

    Ab 1965 werden die Zweiachswagen von 1961 gleich den Drehgestellwagen (siehe nachstehend) mit verstärkten Bögen, einem Blechdach und einer Sicherheitskupplung ausgerüstet.
    Für die Beförderung neuer Autos (Schweizer Montagewerk General Motors - GM - in Biel) wird 1959 - 1960 eine Hunderterserie zweiachsiger Spezialwagen in Betrieb genommen. Bei Verkehrsspitzen werden diese Wagen auch zur betrieblichen Verstärkung in den Tunnels eingesetzt. Als GM ihr Tore schloss, wurden sie teils an andere Bahnen (EBT und BLS) verkauft, teils für die Transporte des Zirkus Knie umgebaut.
     
     

    Eine Komposition mit fünf Drehgestellwagen mit Gitterbögen und Schutzdach sowie beidseitig ein Auffahrwagen

  • 1964 bis 1965 erscheinen zehn neue Drehgestellwagen, ebenfalls mit tieferem Boden, mit Schutzgerüst und Dach. Sechs Fahrzeuge gleicher Bauart und vier weitere Verladewagen vom Typ 74911 werden 1968 noch beschafft.
  • 1968 erlangt der Gotthard-Autowagenpark mit dem durch die Eröffnung des San-Berhardino-Strassentunnels bewirkten Verkehrsrückgang sein endgültiges Gesicht. Seither besteht er aus sieben festen Kompositionen:
  • Nrn 1 - 3 : Fünf Drehgestellwagen, davor und dahinter ein Verladewagen.
    Nrn. 4 - 7: Sechs Zweiachswagen, davor und dahinter ein Verladewagen.
    Mit der Eröffnung des Gotthard-Autostrassentunnels am 5. September 1980 wird der Transport begleiteter Automobile durch den Bahntunnel eingestellt.
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