SBB Fa 2/2 51 - 53


FZ von Thomas Brian


 
SBB Fa 2/2 51 Bis 1917 bei der Baugesellschaft des Simplon-Tunnels II.
Heute als Ta 2/2 978 in den Hauptwerkstätten Bellinzona
SBB Fa 2/2 52 - 53 Baugesellschaft des Simplon-Tunnels II
SBB Fa 2/2 52 - 53 Fa 2/2 Nr. 52 bis 1921 bei der Baugesellschaft des Simplon-Tunnels II
Fa 2/2 Nr.53 bis 1918
 

Kurzbeschreibung:

Beim Bau des Simplontunnels II fanden diese 3 Lokomotiven Verwendung. Zwecks rascher Lieferung wurde die erste (Nr. 51) bei der AEG Berlin bestellt. Bis die zwei anderen eintrafen, verging einige Zeit. Die erste Lok wurde am 28. November 1913 geliefert und am 26. Januar 1914 definitiv in Betrieb genommen. Die zweite lieferte die MFO im März 1914, während die dritte, die Nr. 53, noch an der Landesausstellung 1914 in Bern ausgestellt wurde, bevor sie nach Brig kam. Hier sollten sie einen etwa 18stündigen Dienst täglich erfüllen.
 
Nach der Fertigstellung des Simplontunnels leisteten diese 3 Lokomotiven Rangierdienste in verschiedenen Bahnhöfen.

Der Fa 51 ist heute als Ta 978 in der Werkstätte in Bellinzona noch immer in Betrieb. Dank seiner Leistung kann er die vielfältigen Rangierarbeiten in der grossen Lokhalle (3 Gleise à je 3 - 4 Loks) erfüllen. In den 70-er Jahren machte man sich ernsthafte Gedanken, wie das heruntergekommene Fahrzeug zu ersetzen wäre. Eine Frage des Pflichtenheftes wies klar darauf hin, das es kein Dieselfahrzeug sein konnte (Gestank in der Halle). Als auch die weiteren Gespräche zeigten, dass man mit den Leistungen des vorhandenen Mini-Krokodils eigentlich sehr zufrieden war und sein Zustand abgesehen von Rost und altertümlichen Schaltapparaten noch durchaus gut war, entschloss man sich zu einer gründlichen Revision, die lediglich wenige 10'000 Franken kostete. Deshalb ist das inzwischen über 80-jährige Gefährt auch heute noch im täglichen Einsatz- und hat damit die meisten seiner grossen Krokodil-Schwestern überlebt!
 
Umnummerierungen:
Nr. 51: Fa 2/2, Da 2/2, 1945 Ta 2/2 45; heute Ta 978 in der Werkstätte Bellinzona
Nr. 52: 1945 in Ta 46
Nr. 53: 1945 in Ta 47
Die Umnummerierung 1945 erfolgte wegen der Tea Nr. 51-53
 
Besonderheiten:
Die AEG-Lok Nr. 51 hatte gegenüber den zwei SIG/MFO-Maschinen ein schwächer gewölbtes Dach, dazu kam eine geringere Leistung mit nur 192 Elementen in der Batterie gegen 240 in den MFO-Akkus. Der guten Übersicht wegen wurde der Führerstand in Lokmitte gesetzt; unter den Vorbauten befanden sich die Akkumulatorenbatterien

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