SBB Ce6/8' 14201


FZ von Thomas Brian


 
Geplante Lok, die während dem Bau infolge des Gewichtes in die Ce 6/8 I 14201 weitergebaut wurde
Die ersten Loks hatten noch grosse Blitzschutzspulen auf dem Dach
Umbau auf kleine Blitzschutzspulen auf dem Dach
Ab ca. 1940 wurden die Loks grün umgespritzt.
Etwa 1960 wurden die rechte Führerstandstüren zugeschweisst
Historische Lokomotive. Rückbau der rechten Führerstandstüre und braune Farbgebung; aber Stromabnehmer beibehalten.1982 infolge nicht mehr reparierbarer Schäden im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern ausgestellt
   

Kurzbeschreibung:

  • Diese Maschine war die einzige Güterzugslokomotive unter den vier Prototypen. Der Entwurf nach dem Pflichtenheft von 1917 stammte von BBC.
  • Ähnlich wie der BLS-Prototyp Ce 6/6 121 (SLM / MFO 1910) war die Ce 6/6 I 14201 als (C')(C')-Lokomotive ohne Laufachsen entworfen worden. Noch während des Baus stellte sich aber heraus, dass die Maschine mit dieser Achsfolge die Gewichtslimiten des Pflichtenheftes nicht hätten einhalten können. Man verlängerte daher die Drehgestellrahmen, um je eine Laufachse unterbringen zu können. Durch die Erweiterung des Laufwerkes um zwei Achsen bestand kein Anlass mehr, Gewicht zu sparen.
  • Am 7. Juli 1919 wurde die Maschine Fc 2x3/4 12201 (wie sie ursprünglich noch gekennzeichnet wurde) als vierte und letzte Probelokomotive abgeliefert und nach dem Depot Bern verbracht. Die 12201 bedurfte offenbar einer ziemlich langen Inbetriebssetzungszeit. Sie erschien erst im Dezember 1919 im Planeinsatz; eine Woche übrigens nach dem ersten Krokodil Fc 2x3/4 (später Ce 6/8 II 14251).
  • Im März 1921 wurde die Lokomotive an den Gotthard versetzt (vorerst im Depot Erstfeld, später im Depot Biasca). Im Jahre 1938 wurde die Lokomotive nach Basel versetzt und auf allen von dort ausgehenden Strecken im schweren Güterzugsdienst eingesetzt. 1964 wurde die Lok ausgemustert, aber zur vorläufigen Rettung vor dem Abbruch für Bremsversuche ab Depot Bern zugeteilt. Eine Laufwerksrevision 1968 in der Hauptwerkstätte Yverdon verlieh dem Veteranen einen so feinen Lauf, dass sich ältere Lokomotivführer wunderten. Auf Ende Mai 1982 wurde die Lokomotive nach einer gesamten Fahrleistung von 2'500'000 km definitiv ausrangiert und erinnert seither im Verkehrshaus Luzern an die Pionierzeit der elektrische Traktion bei den SBB.

Zum Modell:

  • Diese Lok wurde unter Verwendung vieler Teile der Ce 6/8 II sowie der Be 4/6 von Daniel Hentschel gezeichnet. Trotzdem handelt es sich um eine völlig neue Zeichnung Das Treibwerk wurde von der Ce 6/8 III 14301-18 übernommen, aber spiegelverkehrt eingesetzt..
  • Die Darstellung und die Farben wurden von den Ce 6/8 II und Be 4/6 Modellen von Daniel Hentschel genau übernommen; derart ist eine Doppeltraktion noch besser möglich.
  • An dieser Stelle möchte ich Daniel Hentschel dafür danken, dass ich Teile seiner Ce 6/8 II und Be 4/6 verwenden durfte. Ebenfalls gebührt Dani Egger-Jetzer ein grosser Dank für die vielen hilfreichen Kritiken und Verbesserungsvorschläge.
Bild1
Bild2
Bild3
 
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