SBB Be 2/5 11001


FZ von Thomas Brian


 
SBB E 3301 Midi Ursprungsausführung von1910/1911
SBB Be 2/5 11001 Nach Umbau von 1918
SBB XTe 1/5 99999 Nach Umbau von 1929
 

Kurzbeschreibung:

Als im Jahre 1917 die SBB bei der Industrie vier Probelokomotiven bestellte, war bereits vorauszusehen, dass diese nicht auf den gewünschten Termin geliefert werden konnten. Die BBC bot deshalb den SBB eine im Jahre 1910 für die Chemins de fer du Midi (heute SNCF) gebaute 1-C-1-Lokomotive an. Als neue Maschine wurde sie auf der BLS-Strecke Spiez - Frutigen erprobt. Danach absolvierte sie unter der MIDI-Nr. E 3301 weitere Probefahrten auf der MIDI-Strecke Perpignan - Villefranche. Sie befriedigte jedoch nicht und wurde an den Hersteller zurückgewiesen.

So vereinbarten die SBB und BBC 1917, diese Lok umzubauen und zu Versuchszwecken mit zwei verschiedenen Einzelachsantrieben auszurüsten. Anstelle des Stangenatriebes erhielt die erste Triebachse einen Tschanz-Kardan-Antrieb mit doppelter Übersetzung. Die mittlere Triebachse erhielt beidseitig einen BBC-Buchli-Gelenkantrieb. Die dritte ehemalige Triebachse wurde zur Laufachse unter Beibehaltung der alten Räder. Im Juni 1918 fanden die ersten Probefahrten der umgebauten Be 2/5 10001 (später 11001) statt. Damit wurde sie zur ersten Einphasen-Lokomotive der SBB. Sie wurde ab 1. Mai 1919 auf der Strecke Bern - Thun eingesetzt, 1923/24 für Personenzüge Luzern - Bellinzona, und 1924 kam sie für den Rangier- und leichten Zugsdienst nach Zug.

Durch eine Transformatorenexplosion wurde sie beschädigt und danach zum selbstfahrenden Schweisswagen Xe 1/5 (später XTe 1/5) Nr. 99999 umgebaut. Dabei wurde der Buchli-Antrieb samt Motor ausgebaut.
Ende 1937 wurde der Rest der Lok abgebrochen.

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