SBB Re 4/4 I 10027-50


FZ von Thomas Brian


 
Re 4/4 I427 - 450 Serienausführung
Re 4/4 I426 Festlich dekorierte Lok für das eidgenössische Turnfest in Bern, August 1955
Re 4/4 I10027-10050 Die in Fahrtrichtung linke Führerstandstüre wird verschlossen und die Serien umnummeriert
Re 4/4 I10043 Diese Lok ist die erste ihrer Serie, die einen roten Anstrich erhielt, noch fehlt der weisses Trennstrich
Re 4/4 I10027-35, 37, 38, 43, 45, 48, 49, 50 Roter Anstrich ab 1984 mit weissem Trennstrich; alle anderen Nummern blieben dauernd grün
Re 4/4 I10050 Erste Lok mit TEE-Anstrich, noch ohne graue Schürze. Sie wurde später den anderen 3 Loks angepasst
Re 4/4 I10033, 34, 36, 50 TEE-Anstrich wie folgt:
10033: 1972-87, 10034: 1972-87,
10046: 1972-83, 10050: 1972 bis heute
 

Kurzbeschreibung:

  • Bereits in den dreissiger Jahren hatten die SBB erkannt, dass das Angebot im Personenverkehr durch häufigere Fahrgelegenheiten und kürzere Fahrzeiten attraktiver werden musste, um der zunehmenden Strassenkonkurrenz gewachsen zu sein. Erste Versuche ab 1935 mit leichten, allein fahrenden Triebwagen und etwas später mit dreiteiligen Schnelltriebzügen waren sozusagen am eigenen Erfolg gescheitert, indem die Frequenzzunahmen diese Fahrzeuge innerhalb kurzer Zeit zu klein werden liessen. Aber es war klar geworden, dass mit schenellen und komfortablen Reisezügen am Markt etwas zu holen war.
     
  • Noch vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurden daher drei leichte Gepäcktriebwagen Rfe 4/4 601 - 603 beschafft. Bei einem Dienstgewicht von nur 48 t, einer Stundenleistung von 1340 PS bei 91 km/h sollten sie - wenn nötig in Vielfachsteuerung zu zweit oder zu dritt - schnelle Städetverbindungen fahren. Infolge des im Herbst 1939 durch kriegsbedingten Brennstoffmangel abgewürgten Strassenverkehrs stieg der Personenverkehr auf der Bahn so stark an, dass dafür zwei Rfe 4/4 in Vielfachsteuerung gedachten Züge aus zehn Wagen nicht mehr ausreichten. Weil auch der Gepächtransport zugenommen hatte, musste überdies ständig ein besonderer Gepäckwagen mitgeführt werden, das der auf die Rfe 4/4 an der Spitze und am Schluss der Züge aufgeteilte Gepäckraum unpraktisch war. So musste auch das Experiment RE 4/4 nach kurzer Zeit als gescheitert betrachtet werden.
     
  • Erst als sich 1943 ein Ende des Krieges erkennen liess, konnte an die Planung von Rollmaterial für die Nachkriegszeit herangegangen werden. DABEI STAND EIN Triebfahrzeug im Vordergrund, das nun endlich imstande sein sollte, die Ae 3/6 I an den Städteschnellzügen abzulösen und deren Fahrzeiten zu unterbieten. Für einen solchen Verkehr standen bereits seit einiger Zeit geeignete, leichte und komfortable Wagen zur Verfügung, Leichtstahlwagen genannt.
     
  • In den Jahren 1946 bis 1948 wurden, als erste Serie, insgesamt 26 Lokomotiven Re 4/4 I 401 - 426 erbaut und in Betrieb genommen. Diese Loks wiesen noch Stirnübergänge und Vielfachsteuerung auf. Diese Modelle hat Dani Egger-Jetzer gezeichnet und sind in allen einschlägigen Sammlungen enthalten.
     
  • Ab 1948 folgte eine zweite Serie Re 4/4 I 427 - 450. Bei diesen Loks wurde auf den Einbau der Stirnübergänge und Vielfachsteuerung verzichtet. Weitere Spezialitäten siehe bei den einzelnen Modellen.

Die Re 4/4' Nr. 435, also noch mit alter Nummerierung

Die Re 4/4' Nr. 427, ebenfalls noch alte Nr. als festlich dekorierte Zuglok für das eidgenössische Turnfest im August 1955

Die grüne Re 4/4' Nr. 10047 mit TEE-Signet und dem TEE-Rheingold im Jahre 1972

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