SBB Ce 4/6 9801 - 9819


FZ von Thomas Brian


 
SBB Ce 4/6 9801 - 9804 Erste elektrische Triebwagen der SBB (mit Ausnahme der von der ehemaligen Seetalbahn übernommenen Triebwagen BCe 4/4 4801-4808 und Fe 4/4 18701-18702)

Gegenseite wie Ce 4/6 9801-9804.

SBB Ce 4/6 9801-9819
SBB Ce 4/6 9805-9819
SBB Ce 4/6 751-754 Einbau neuer Stromabnehmer mit einfacher Doppelwippe. Es musste nur noch einer angelegt werden
SBB Ce 4/6 751-769
SBB Ce 4/6 755-769
SBB Ce 4/6 764 1955 wurde der Triebwagen Be 4/6 764 durch einen Blitzschlag erheblich beschädigt. Die umfangreiche Reparatur wurde benutzt, einige technische Verbesserungen zu realisieren. Nach aussen sichtbar war nur die Entfernung des Stromabnehmers über dem Führerstand 2 sowie das Zuschweissen der jeweils linken Führerstandstüre.
1965 erhielt auch dieser Triebwagen einen neuen Stahlkasten
SBB Be 4/6 1614
SBB Be 4/6 1619 Neuer Stahlkasten, Prototyp.
Der Umbauprototyp hatte noch viel von seiner ursprünglichen Eleganz bewahrt, die im Serienumbau mit der neuen Front verloren ging.
Mit dem Serienumbau Anfang der 60-er-Jahre wurde der Be 4/6 1615 im Jahre 1962 in Be 4/6 1619 umnummeriert, und umgekehrt
SBB Be 4/6 1602-1618 Umbau in den Jahren 1960-1967 mit neuem Stahlkasten
SBB Be 4/6 1613 Schulreferenten des SBB-Kreises I haben aus alten vierachsigen Reisezugwagen, die bunt bemalt wurden, eine Komposition zusammengestellt, die mit Informationsschauen (z.B. Neubau Bahnhof Flughafen Genf Cointrin) unterwegs waren. Dazu wurde auch der Be-4/6-Triebwagen 1613, vormals "Unggle Beppi" entsprechend angestrichen.
 

Kurzbeschreibung:

  • Die Ausdehnung der Städte erforderte bereits um die Jahrhundertwende (ins 20-te Jahrhundert) eine Erweiterung des Vorortsverkehrs, zu dessen Bewältigung spezielle Dampflokomotiven gebaut wurden. Die erst in den Kinderschuhen steckender Entwicklung von Triebwagen mit Verbrennungsmotoren bot noch keine Alternative. Dagegen ermöglichte die elektrische Traktion die Abkehr vom schwerfälligen lokomotivbespannten Vorortszug hin zum Triebwagen, der selbst zur Beförderung von Fahrgästen herangezogen werden konnte und überdies bei entsprechender Gestaltung der elektrischen Ausrüstung die Fernsteuerung mehrerer Einheiten durch einen einzigen Führer erlaubte. Das Umfahren des Triebfahrzeuges in den Endbahnhöfen erübrigte sich damit. Bereits bei der Einführung des elektrischen Betriebes wollten sich die SBB die Möglichkeit der Fahrplanverbesserung durch leichte, rasch beschleunigte und eine relativ grosse Platzzahl anbietende Triebwagenzüge (damals Motorwagen genannt) zunutze machen und bestellten 1921 vier Motorwagen des Typs Ce 4/6. Der mechanische Teil wurde an die Schweizerische Wagonfabrik Schlieren (SWS) vergeben, der elektrische Teil an die S.A. des Ateliers de Sécheron (SAAS) in Genf.
     
  • Das Pflichtenheft umfasst primär eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h (als Wagen geschleppt 90 km/h) sowie eine Achslast von 15 T für Triebachsen und 10 t für Laufachsen. Zudem mussten die Fahrzeuge imstande sein, Zugsgewichte inkl. Motorwagen von 150 t auf 5%o Steigungen mit 70 km/h, 150 t auf 10%o Steigung mit 60 km/h und 100 t auf 26 %o Steigung (=z.B. Gotthardbahn) mit 50 km/h zu befördern, wobei in jedem Falle innert 75 Sekunden eine Geschwindigkeit von 50 km/h erreicht werden musste.
     
  • Vorgesehen war die Führung von
     
    • Motorwagenzügen mit Einfachbespannung, gebildet aus Motorwagen Ce 4/6, einem Wagen BC (Zweiachser) und 5 Wagen C3 mit einem Platzangebot von 437 Plätzen und einem Gesamtgewicht von 205 t.
       
    • Motorwagenzügen mit Vielfachsteuerung, gebildet aus zwei Motorwagen an der Zugspitze und entsprechend grösserer Anhängelast, wobei die zwei Motorwagen in Vielfachsteuerung von nur einem Lokomotivführer bedient wurden.
       
    • Pendelzügen, gebildet aus einem Motorwagen, einem Steuerwagen (damals Zugsführungswagen genannt) und einer Anzahl Zwischenwagen. Bei längeren Zügen bestand die Möglichkeit, an Stelle des Steuerwagens einen zweiten Motorwagen einzusetzen, so dass der Zug gleichzeitig gezogen und geschoben wurde.
       
  • Die ersten vier Triebwagen, die Ce 4/6 9801-9804, wurden 1923 abgeliefert. Ein zweites Baulos, umfassend die Nummern 9805-9812, folgte 1925, wobei die SIG den mechanischen teil für die Nummern 9809-9812 lieferte. 1926/27 schliesslich folgten die restlichen Fahrzeuge 9813-9819 mit mechanischen Teilen wiederum von SWS.
     
  • Wichtige Umbauten siehe bei den einzelnen Modellen.

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