SBB C 5/6 2976 mit Ölfeuerung


FZ von Thomas Brian


 

SBB C 5/6 2976 mit Ölfeuerung
 
Mit Öltank 4'000 Liter Inhalt
Mit Öltank 4'000 Liter Inhalt und Vollverkleidung
Mit Öltank 7'000 Liter Inhalt
 

Kurzbeschreibung:

 Obwohl der Dampfbetrieb in der Schweiz durch die zügige Elektrifizierung der Hauptstrecken in den zwanziger Jahren bereits früh an Bedeutung zu verlieren begann, wurde an der Entwicklung einer Ölfeuerung gearbeitet. Der Konstrukteur Edwin Sprenger aus Goldau hatte eine solche Einrichtung erfunden, in den dreissiger Jahren auf einer Ec 3/5-Lokomotive der SBB erprobt und Patente dafür im In- und Ausland erhalten.

 Im Jahre 1952 trat Edwin Sprenger erneut an die SBB heran und bat, seine verbesserte Ölfeuerung auf einer C 5/6-Dampflokomotive einbauen und im betrieb erproben zu dürfen. Als Versuchslokomotive wurde die C 5/6 2976 bestimmt, die im Jahre 1952 eine se genannte "innere Revision" mit Ersatz der Feuerbüchsrohrwand erhalten hatte und somit Gewähr für einwandfreies Funktionieren der Lokomotive an sich bieten sollte.

 Am 3. Dezember 1953 wurde die erste offizielle Probefahrt mit einem Güterzug Erstfeld - Aarau - Erstfeld durchgeführt. Die Ergebnisse waren ermutigend. 

 Im Jahre 1957 wurden in Deutschland durch die DB Versuchsfahrten mit der C 5/6 2976 durchgeführt, nachdem man auf die Ölfeuerung System Sprenger aufmerksam geworden war. In einer "Niederschrift zur 16. Beratung des Fachausschusses Lokomotiven der DB am 12. und 13. Februar 1958 in Freudenstadt" wird über Ergebnisse systematischer Versuche mit Ölfeuerungen berichtet. Am Rande wird dabei auch auf die C 5/6 2976 eingegangen: "Die SBB stellte diese Lokomotive für systematische Untersuchungen durch das Lokomotiv-Versuchsamt zur Verfügung. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen befriedigen nicht, weil infolge des wenig betriebstüchtigen Zustandes des Kessels und der Dampfmaschine keine zuverlässigen Messungen möglich waren. Zudem konnten in der kurzen Versuchszeit keine Wasser- und Brennstoffmessgeräte eingebaut werden. Auch die anschliessenden Messfahrten der SBB brachten keine aufschlussreichen Messergebnisse."

 Im Dezember 1962 wurde die Lok in Erstfeld "eingemottet". Aus diesem Winterschlaf folgte kein Erwachen mehr. Ende März 1965 wurde die Lok offiziell ausrangiert. Die letzte Fahrt erfolgte kalt nach Biel zum Abrüsten und alsdann zum Schrottplatz.

Siehe dazu die Versuchszüge

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