SBB E 3/3


FZ von Thomas Brian


 

SBB E 3/3 8451-8479 Nrn. 8451 bis 8479 noch ohne Rangiererbühne Frontseiten
SBB E 3/3 8451-8479
SBB E 3/3 8480-8533 Nrn. 8480 bis 8533 mit frontseitiger Rangiererbühne und einem um 200 mm vergrösserten Radstand
 

Einzelne Loks erhielten einen vergrösserten Kohlenkasten

SBB E 3/3 8480-8533
SBB E 3/3 8480-8533
SBB 3/3 8521-8522 Zwei Loks dieser Serie wurden mit einer elektrischen Dampferzeugung ausgerüstet (siehe Kurzbeschreibung)
SBB 3/3 8521-8522
SBB E 3/3 8480 + 8521  Einmal wird eine Dampflok von einer elektrischen Dampflok abgeschleppt, das andere mal die elektrische Dampflok von einer Dampflok
SBB E 3/3 8480 + 8522
 

Kurzbeschreibung:

Von den ehemaligen Privatbahnen NOB, SCB und JS übernahmen die Bundesbahnen in den Jahren 1902/03 61 Stück 3/3-gekuppelter Rangierlokomotiven. Wie diejenigen der Streckenlokomotiven, so genügte auch der Bestand dieser Maschinen keineswegs und musste sofort erweitert werden, um allmählich alle Bahnhöfe, grössere Stationen und Anschlussanlagen mit einer beweglichen und starken Verschubmaschine auszurüsten und die zum Teil in diesen Dienst noch in Verwendung stehenden, vom Streckendienst zurückgezogenen älteren Zugslokomotiven zu ersetzen.

Es wurde die im Jahre 1896 für die SCB entworfene Ausführung, die im Jahre 1901 auch von der JS angenommen wurde, weitergebaut. Ab der Nr. 8480 wurde der Achsstand von 3120 auf 3320 mm vergrössert und damit der hintere Kesselüberhang beseitigt und der Führerstand etwas verlängert. Von der Nr. 8486 an kam eine vordere Plattform mit Fusstritten, Griff- und Geländerstangen für das Rangierpersonal dazu. Letztere wurden am Führerstand verbessert und dann auch an den früheren Nummern angebracht.

Als Notmassnahme wegen Knappheit an Kohle und an Materialien für den Bau neuer Lokomotiven wurden im Jahre 1942/43 versuchsweise die E 3/3 Nrn. 8521 und 8522 mit elektrischer Dampferzeugungsanlage ausgerüstet. Diese bestand aus zwei Elektroverdampfern, die über zwei Transformatoren mit Strom aus dem Fahrdraht gespiesen wurden. Ausser den Stromzuführungsapparaten über und vor dem Führerhaus fanden alle Teile der Einrichtung auf den Laufblechen seitlich des Kessels Platz.

Die ganze Einrichtung wog etwa 7 t; das Dienstgewicht der Lokomotive stieg dadurch auf 42 t, was eine Verstärkung der Tragfedern notwendig machte.

Die Ersparnisse an Kohle beliefen sich auf 700-1200 kg pro Tag, im mittel also fast 300 t pro Jahr im Kriegswert von Fr. 36'000.--. Das elektrische Anheizen der kalten Lokomotive erforderte nur ca. 1 Stunde. Anregung, Entwurf und Ausführung der Einrichtung erfolgte durch die AG Brown Boveri & Cie in Baden. Umbaukosten pro Lokomotive ca. Fr. 100'000.--.

Eingesetzt waren die beiden Lokomotiven in Zollikofen (8521) und Brig (8522).
 

Zuteilung:

  • Nrn. 8456-8462, 8491-8493, 8503-8505, 8524 und 8525: Kreis I, Unterhalt in der Werkstätte in Yverdon.
  • Nrn. 8451-8455, 8463-8470, 8482-8488, 8496-8500, 8506-8513: Kreis II, Unterhalt in der Werkstätte in Olten.
  • Nrn. 8471-8475, 8489-8490, 8514-8518, 8526-8527, 8531-8533: Kreis III, Unterhalt in der Werkstätte Zürich.
  • Nrn. 8476-8481, 8494-8495, 8528-8530: Kreis IV, Unterhalt in der Werkstätte in Rorschach.
  • Nrn. 8501-8502, 8519-8523: Kreis V, Unterhalt in der Werkstätte Bellinzona

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