SBB 3-achser Personenwagen mit Faltenbalg


FZ von Thomas Brian


 

  Typ und Nr. Besonderes
F3ü 18201-18210  
A3ü 601-620 1932-34: 12 Wagen zu B3 umgeb.; Nrn 32....
1934: 5 Wagen zu C3 umgeb.; Nrn 73...
1923: 2 Wagen zu Dk 3Ü 10221-22 umgeb.
1928: 1 Wagen ex Dk3ü zu X3 umgeb.
AB3ü 41-2200 / 2491-2500 1929-34: 36 Wagen zu B3 umgeb.
1933: 1 Wagen zu B-B Nr. 4011 umgeb.
1933: 1 Wagen zu B-C Nr. 4205 umgeb.
1929-34: 114 Wagen zu C3 umgeb. (
1933: 8 Wagen zu C-C 5714-21 umgeb.
Die B-B, B-C und C-C Wagen wurden für den "Arbeiterpullman" für das rechte Zürichseeufer erbaut.
B3ü 3821-3890 1930-42: Alle Wagen zu B3 umgeb.
BC3ü 4751-4790 1935-42: 16 Wagen zu BC3 umgeb.; gleiche Num. (ab 1947 4783-4796)
1934: Wagen zu C3 umgeb.; Nrn. 73....
C3ü 8231-8496 1930-42: 264 Wagen zu C3 umgeb.; gleiche Num.
1938: 2 Wagen zu C4ü umgeb.; Nrn. 9521-22 > Versuchsdrehgestelle SLM.
1945: 1 Wagen aus einem C3 zu C2 umgeb.; Nr. 9522

 

Kurzbeschreibung:

Nach der Verstaatlichung der Privatbahnen hatten die SBB in ihren Wagenpark eine grosse Vielfalt von Wagentypen, welche den neuen Anforderungen nicht gewachsen waren. Auf Grund positiver Erfahrungen mit Wagen, welche Achsstände von 9.00 m aufwiesen, wurden Normalien für die neu zu beschaffenden Typen aufgestellt. Speziell für den Schnellzugsverkehr wurden Wagen dreiachsiger Bauart in Dienst gestellt. Diese hatten im Prinzip die gleiche Ausstattung wie das dreiachsige Pendent mit offenen Plattformen; diese waren jedoch geschlossen und Faltenbälge ermöglichten einen gefahrlosen Übergang zum Nachbarwagen.
 

  • F3ü: Eine einheitlich gebaute Gepäckwagenart wurde von der SBB ab 1915 eingeführt. Die Wagen hatten Achsstände von 9.20 m, einen Abort, eine Gefangenenzelle und ein Dienstabteil. Seitliche Schiebetüren in Wagenmitte dienten zur Beladung. Diese Wagen waren mit Ausnahme der beiden von der BLS erworbenen F4ü die einzige Bauart, welche in Schnellzügen eingestellt werden konnten. Die beiden F3ü 18419 und 18420 erhielten eine provisorische Küche eingebaut. Sie wurden ab 1937 bis 1939 in den Leichtschnellzügen Zürich-Genf eingesetzt.
     
  • A3ü: Die Wagen wurden als Seitengangwagen gebaut und hatten Stoffbezogene Polstersitze. Ein Abort war am einen Wagenende vorhanden. Die Länge der Blattfedern wurde auf 2.30m festgelegt. Aufgeteilt war der Wagen in vier Abteile zu je 6 Plätzen und das Endabteil mit 2 Plätzen und zusätzlichem Seitenfenster auf die Einstiegsplattform. Grosse Panoramafenster auf der Seitengangseite sind das spezielle Merkmal für diesen Wagen.
  • AB3ü: Die Wagen wurden im Erstklassebereich mit Seitengang und im Zweitklassebereich mit Mittelgang ausgestaltet. Ein Abort war in Wagenmitte vorhanden. Aufgeteilt war der Wagen in zwei Abteile zu je 6 resp. 5 Plätzen erster Klasse und das Grossraumabteil mit 24 Plätzen zweiter Klasse. Panoramafenster auf der Seitengangseite und Zwillingsfenster sind die speziellen Merkmale für diese Wagen.
     
  • B3ü: Die Wagen wurden als Durchgangswagen gebaut und hatten Stoffbezogene Polstersitze. In Wagenmitte war ein Abort vorhanden. Blattfedern von 2.50 m Länge verliehen dem Fahrzeug eine sehr grosse Laufruhe. Die beiden Grossabteile hatten jem22 Plätze für Raucher und Nichtraucher.
     
  • BC3ü: Die Wagen wurden als Durchgangswagen gebaut und hatten Stoffbezogene Polstersitze in der zweiten Klasse und Holzbänke in der dritten Klasse. Ein Abort war vorhanden. In der dritten Klasse wurden 38 Sitzplätze angeboten und die zweite Klasse umfasste deren 14 Plätze, jeweils aufgeteilt in Raucher und Nichtraucher.
     
  • C3ü: Die Wagen wurden als Durchgangswagen gebaut, hatten Holzbänke und boten je 30 Plätze für Raucher und Nichtraucher. In Wagenmitte war ein Abort vorhanden. Blattfedern von 1.80 m Länge genügten für die in dieses einfache Fahrzeug gesetzten Ansprüche. Als Komfortverbesserung wurden die Sitzabstände grösser gewählt. Dadurch wurde der Wagen asymmetrisch und eine Sitzreihe an der Plattformwand entfiel. Obwohl ein Teil der Serie später in Wagen mit offenen Plattformen umgebaut wurden, kann man die alten Schnellzug C3ü an dem einen zum Wagenende versetzten Fenster gut erkennen.

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