SBB Be 4/6 12301


FZ von Thomas Brian


 

SBB Be 4/6 12301 Epo IIa-IIc Download
SBB Be 4/6 12301 Epo IIc-IIIa
SBB Be 4/6 12301 Epo IIIa-IIIb
 

Kurzbeschreibung:

  • Diese Maschine war die MFO-Variante Gotthard-Schnellzugslokomotive und nach den Bedingungen des Pflichtenheftes von 1917 entworfen und gebaut.
     
  • Die Lok wurde als Fb 2x 2/3 Nr. 11301 am 21. März 1919 als erste Probelokomotive abgeliefert und bereits einen Monat später für Instruktionsfahrten des Lokomotivpersonals zwischen Wilerfeld und Thun eingesetzt (Güterzug 5302 Thun - Ostermundingen und Schnellzug 137 Thun - Ostermundingen). Die Einsätze vor fahrplanmässigen Zügen Bern - Thun erfolgten vorerst nur sporadisch. Offenbar waren Kinderkrankheiten zu kurieren. Die offizielle Übernahme erfolgte erst am 1. September 1919. Dann wurde die Lok primär auf der ganzen BLS-Strecke bis nach Brig eingesetzt, und zwar zusammen mit den neuen Serienlokomotiven Be 4/6 12303-12342.
     
  • Recht bald war klar, dass die Be 4/6 12301 ein Einzelstück bleiben würde. Sie wurde daher nie planmässig am Gotthard eingesetzt. Ins Tessin fuhr sie nur, wenn sie ihre Heimwerkstätte Bellinzona aufsuchen musste, und das nur selten aus eigener Kraft.
     
  • Im Jahre 1937 wurde die Be 4/6 12301 zum Depot Lausanne versetzt, wo sie im Rangierbahnhof Renens zu zerlegende Züge auf die schiefe Ablaufebene zu schleppen hatte und dabei den Übernahmen "Doryphore" (Kartoffelkäfer) erhielt.
     
  • Mit zunehmendem Alter wurde der Reparaturaufwand immer höher. Um die mühsamen Überfuhren über den Gotthard zu vermeiden, wurde die Maschine ab 1. Januar 1962 der Hauptwerkstätte Yverdon zugeteilt.
     
  • Am 7. März 1963 ereignete sich während einer kurzen Betriebspause in Renens ein Kurzschluss mit Explosion im Transformator. Das auslaufende Öl entzündete sich. Das ausgebrannte Wrack wurde in die HW Yverdon geschleppt und auf Ende April 1963 offiziell ausrangiert. Den Abbruch besorgte im August 1963 die HW Bellinzona.