SBB Be 3/5 12201


FZ von Thomas Brian


 

SBB Be 3/5 12201 Epo IIa-IIc Download
SBB Be 3/5 12201 Epo IIc-IIIa
SBB Be 3/5 12201 Epo IIIa-IIIb
 

Kurzbeschreibung:

  • Diese Lokomotive muss als Verlegenheitsofferte der MFO bezeichnet werden, da sie das Pflichtenheft der Lokomotiven für den Gotthard nicht berücksichtigte. Weil offenbar die Entwurfsarbeit der MFO für eine Güterzugslokomotive mit sechs Triebachsen im Juni 1917 für ein Angebot noch zu wenig gediehen war, offerierte man eine verkleinerte BLS-Be 5/7 als Be 3/5. Diese Maschine passte aber nirgends hin: Für den Bergdienst war sie zu wenig leistungsfähig und für das Flachland zu langsam (die Dampflokomotiven fuhren bereits mit 100 km/h).
     
  • Ihre ursprüngliche Bezeichnung lautete 1919 Fb 3/5 11201, 1920 Be 3/5 11201 und erst ab 1929 Be 3/5 12201.
     
  • Die Maschine wurde am 16. April 1919 als zweite Probelokomotive abgeliefert. Vom Depot Bern aus führte sie alle Zugsarten bis Spiez. Sogar eine Fahrt mit dem Schnellzugspaar 140/137 nach Brig und zurück ist verbürgt. Obschon mehrmals mit Hinweisen wie "defekt gegangen" oder "Stufenschalterstörung" nicht gerade vorteilhaft taxiert, erwies sie sich als recht brauchbar und brachte es 1919 auf insgesamt 65'000 km, ein Wert, den sie allerdings später nie mehr erreichte.
     
  • Im Mai 1928 trat sie als Pensionärin des Depots Luzern in Zug die Nachfolge der Be 2/5 11001 an und besorgte fortan Dienste aller Arten im Dreieck Zug - Luzern - Arth-Goldau. Diesen bescheidenen Ansprüche genügte sie während vieler Jahre. Als "Zuger Berta" war sie den Lokomotivführern bestens bekannt.
     
  • Nach einigen weiteren Stationen wurde sie im November 1966 ausrangiert, diente aber noch als Heizlokomotive bis 1968 und als Aufgleis-Übungsobjekt, bis sie im November 1973 abgebrochen wurde.
     
  • Die Be 3/5 12201 kann als Vorgängerin der späteren Ae 3/6 II 10401-10460 angesehen werden.
 
SBB Be 3/5 12201 in der Werkstatt Download
 
 

Kurzbeschreibung:

  • Die Be 3/5 12201 hat im Laufe der Jahre zahlreiche Änderungen erfahren. im Jahre 1929 hatte man von den heiklen und stets kniffligen Einstellarbeit erfordernden Stufenschalter genug und ersetzte sie durch je eine Batterie Stufenhüpfer (elektropneumatisch gesteuerte Einzelschalter) mit Überschaltdrosselspulen pro Transformator und einem Trennhüpfer pro Motor. Dadurch wurden auch die Bedienungselemente vereinfacht.
     
  • Beim "Zugfahrzeug" handelt es sich um einen Akku-Transportwagen, der von der BBC im Jahre 1917 erbaut wurde. Allerdings stand er nie in Diensten der SBB, sondern immer bei der Firma Emil Scheller & Cie AG in Zürich (1952 wurde er von Raco in ein Diesel-Transportfahrzeug umgebaut).