SBB Ae 3/6 II 10401-10460


FZ von Thomas Brian und Dani Egger-Jetzer


 

SBB Ae 3/6 II 10401-20 Epo IIa-IIc
SBB Ae 3/6 II 10401-20 Epo IIc-IIIa
SBB Ae 3/6 II 10401-20 Epo IIc-IIIb
Etwa ab 1935 wurde der Lokkasten im Rahmen von Revisionsarbeiten grün und das Fahrwerk grau gestrichen
SBB Ae 3/6 II 10401-20 Epo IIIb-IVa
Nach 1950 wurden die alten Stangenpuffer durch Hülsenpuffer ersetzt. Ab 1954 wurde die zweite Führerstandstüre und die an den Vorderfronten verschweisst
SBB Ae 3/6 II 10421-60 Epo IIa-IIc
Die Loks der zweiten Serie erhielten über den Stirnfenstern zusätzliche Sonnenblenden
SBB Ae 3/6 II 10421-60 Epo IIc-IIIa
SBB Ae 3/6 II 10421-60 Epo IIc-IIIb
SBB Ae 3/6 II 10421-60 Epo IIIb-IVa
jeweils auch Rechter Stromabnehmer (SAR)  
 

Kurzbeschreibung:

Die Ae 3/6 II kann als Weiterentwicklung der Probelokomotive Be 3/5 12201 betrachtet werden. Der Übergang von zwei zu einem einzigen Transformator führte zur unsymetrischen Achsfolge "'C1? mit Laufdrehgestell vorne und Bissellaufachse hinten, weil der Transformator wegen der grossen Motoren nicht in der Lokmitte aufgestellt werden konnte.

Am 24. Mai 1921 wurde bei SLM und MFO eine erste Serie von 13 Ae 3/6 II (10401 - 10413) bestellt. Bis 1924 ergingen in vier Losen weitere Bestellungen. Die Ae 3/6 II 10401 wurde als eine Art Prototyp bereits am 19. Januar 1923 in Dienst gestellt; die übrigen zwischen Frühling 1924 und Sommer 1926.

Die Ae 3/6 II 10401 war mit elektrischer Rekuperationsbremse ausgerüstet. Da aber die Lokomotiven mit drei Triebachsen nicht für den Dienst im Gebirge bestimmt waren, wurde grundsätzlich auf die elektrische Bremse verzichtet. Die Ae 3/6 II 10401 blieb daher bis 1928 ein Einzelgänger; dann wurde ihre elektrische Bremse stillgelegt und die Einrichtung soweit als möglich normalisiert.

Die vorzeitig abgelieferte Ae 3/6 II 10401 wurde ausgiebigen Probefahrten unterzogen, wobei sich herausstellte, dass der Transformator etwas zu mager ausgefallen war. Im übrigen aber erfüllten die Maschinen die Anforderungen des Pflichtenheftes anstandslos.

Ab Fabrik wurden die Lokomotiven folgenden Depots zugeteilt: 10401-10404 Zürich; 10405-10413 Olten; 10414-10438 Basel; 10439-10449 Olten und 10450-10460 Luzern. Später änderten die Zuteilungen immer wieder.

Ab 1929 wurde die Geschwindigkeit vom 90 km/h auf 100 km/h erhöht.

Die Lokomotiven wurden ab Januar 1965 (Nr. 10415) bis Dezember 1977 (Nr. 10419) ausrangiert.

Die Lokomotive Nr. 10439 ist ab Juni 1976 als historische Lok in Betrieb.

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