Postwagen der PTT


FZ von Thomas Brian


 

    Typ und Nr. Besonderes
Z0 11-17 Die Z 11-13 wurden auf der Seetalbahn STB eingesetzt, der Z 17 auf der BTB
Z3 31-55 Diverse Umbauten und Umnummerierungen
Z 161 1930 umgebaut aus Z3 31
Z2 216 - 240 Seitengang für Personenzüge. 1930 Einbau eines Abortes; Umnummerierung in Z 116-140. Der Z 122 ging 1941 an die UeBB als FZ 22. Einzelne Wagen ab 1940 als Wachlokale an der Gotthardstrecke verwendet
Z 171-180 1923 bis 1924 baute man diese Serie um, wobei die Wagen unter anderem auch ein Abort erhielten. Ausrangierung bis 1961. Diverse Umnummerireungen
Z0 397-399 1933 aus der Serie Z30 658-660 (ursprünglich Z3 97,99,100; Baujahr 1885) umgebaut. Umzeichnung 1940 in ZP 717-719
Z3 84-103 Verschiedene Umbauten und Umnummerierungen
Z3 116-124 Verschiedene Umbauten und Umnummerierungen
OeBB FZ 23 Ab 1933 OeBB
Umbau aus Z 117 resp. Z3 82
Z3 141-149 Diese Wagen verfügten als erste über ein Oberlicht (nur über dem Büro). 1932 erfolgte ein Umbau in die Zi 291-299
Z3 501-542 Diverses Umbezeichnungen
Z3 601 - 611 Aus der Serie 601-620:
Die Nrn. 601-607 und 609-611 besassen bei der Ablieferung ein Abort, Oberlicht und zwei Plattformen auf. Nach dem Umbau 1928 war nur noch eine Plattform vorhanden
Z3 612 - 620 Aus der Serie 601-620:
Die Nrn. 612-617 sowie 619 und 620 besassen von Anfang her nur eine Plattform
Z3 618 Aus der Serie 601-620:
Die Nrn. 608 und 618 besassen bis 1913 französische Signalträger (Est). 1936 wurde der Wagen Z3 618 mit einem gewölbten Dach und integrierten Oberlichtern versehen
Z3ü 701-708 verschiedene Umbauten und Umbezeichnungen; Innerer Seitengang
Z4ü 801-806 Verschiedene Umbezeichnungen; Innerer Seitengang
Z4 951-970 Der Wagen Z4i 961 ist als historischer Wagen erhalten geblieben
Z4ü 611-660  
Z4i 923 Dieser als Landi-Postwagen bezeichnete Einzelgänger erregte seinerzeit einiges Aufsehen. Einerseits war er der erste Postwagen in leichter geschweisster Bauart, andererseits war er der längste. Erstmals wurde auf ein Oberlicht verzichtet und die Fenster in das gewölbte Dach eingebaut. 1970 wurde der Wagen ausrangiert

 

Kurzbeschreibung:

  • In einer seit Bestehen der Schweizer Bahnen andauernden Kooperation zwischen den beiden Regiebetrieben (damalig) der Bundes PTT und SBB wird unsre Paket- und Briefpost innerhalb der Schweiz befördert. Diese direkte Abhängigkeit der Post von den Bahnen macht eine äusserst aufwendige Organisation notwendig, die unter dem Titel "Bahnpostdienste" in den Reglementen aufgenommen wurde.
     

  • Als 1847 zwischen Zürich und Baden die erste Bahnlinie in der Schweiz eröffnet wurde, kam es bereits per 1. August 1848 zu einem Vertrag, in dem sich die Schweizerische Nordbahn SNB verpflichtete, von den Postkutschenkursen Bern-Zürich und umgekehrt in Baden deren Fracht zu übernehmen bez. Zu übergeben. Der Bahn wurden 3 Batzen pro transportierten Zentner zugesprochen, doch musste sie unentgeltlich einen Postbeamten mit transportieren. Der Transport geschah damals noch in den bahneigenen Gepäckwagen.
     

  • Doch da Bahnlinien wie Pilze aus dem Boden schossen, und die Post immer mehr ähnliche Verträge abschloss, wurde die Haupteinnahmequelle der Bahnen derart geschröpft, dass 1852 auf der Basis der neuen Bundesverfassung ein Gesetz verabschiedet wurde, das der Post das Recht auf kostenloses Befördern von Briefen und Paketen sowie den offiziellen Begleitbeamten bei jeder Bahngesellschaft gab. Der Bund vergütete jedoch alle von den Bahnen an die Post erbrachten Leistungen zurück, so auch den Unterhalt an den PTT-eigenen Wagen zum Selbstkostenpreis.
     

  • Das Postbeförderungsaufkommen wuchs derart, dass schon 1856 die Kreispostdirektion Zürich einen ersten Bahnpostwagen bei den Hauptwerkstätten der SCB in Olten bestellte, der dann ab dem 12. Oktober zwischen Zürich und Brugg eingesetzt wurde.
     

  • Die verschiedenen damals existierenden Bahngesellschaften bestellten in den folgenden Jahren Bahnpostwagen von äusserst differenzierten Bauarten; eine erste Vereinheitlichung geschah 1866, als die Postverwaltung alle bereits in Betrieb stehenden Wagen zurückkaufte. So ist es auch heute noch: Den PTT gehören heute rund 600 Bahnpostwagen, die jedoch von den SBB unterhalten und betrieben werden.
     

  • Ende der 1880-er Jahre waren alle Postwagen mit Luftbremse und Dampfheizung ausgerüstet. Die elektrische Beleuchtung wurde, zumindest bei den Neuanschaffungen, ab 1905 eingeführt.
     

  • Nebst den Sortierregalen und den Postsackaufhängevorrichtungen müssen die Postwagen zur Wahrung des Postgeheimnisses auch einbruchssicher und uneinsichtig für das Publikum sein. Früher wurde dem abgeholfen, indem eine Galerie aussen am Postwagen entlang das Zirkulieren der Fahrgäste und des Zugspersonals ermöglichte.
     

  • Mit einem neuen Bahnpostkonzept wird seit dem Jahre 2000 in den Postwagen nicht mehr sortiert, die Wagen werden einfach zwischen den Sortierzentren eingesetzt.

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