Kurzbeschreibung:
- Für die Führung der schweren internationalen Schnellzüge, welche
damals Paris über Pontarlier - Neuenburg - Bern - Brig mit Italien verbanden,
wurden 1913 von der SLM zwei überaus beachtliche Schnellzug-Tenderlokomotiven
Ea 3/6 Nrn. 31 und 32 für die BN-Strecke beschafft. Die Achsfolge 1'C2'
entsprach der "Adriatc"-Bauart, also umgekehrte "Pazific"-Achsanordnung.
Diese beiden in ihrer Erscheinung eindrücklichen und wohlproportionierten
Dampflokomotiven stellten den Abschluss in der schweizerischen Entwicklung
von normalspurigen Tenderlokomotiven grosser Leistungsfähigkeit dar.
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- Mit den beiden zur gleichen Zeit gebauten 1'E-Lokomotiven C 5/6
Nrn. 2901 und 2902 der SBB hatten sie das Heissdampf-Vierlings-Triebwerk
gemeinsam. Die beiden Tenderlokomotiven , deren Kesselform mit Kamin
und gemeinsamem Aufbau für den Dampf- und Sanddom stark an jene der
C 5/6-Maschinen erinnert, waren für die Beförderung einer 300 t schweren
Anhängelast auf einer Steigung von 18 °/oo mit 40 km/h vorgesehen.
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- Ein charakteristisches Merkmal der beiden Maschinen waren die geneigten
Zylinder, welche über die vordere Kuppelachse auf die mittlere Treibachse
arbeiteten.
- Diesen Ea 3/6-Lokomotiven war freilich nur eine verhältnismässig bescheidene
Karriere beschieden. Für die Beförderung von internationalen Schnellzügen
vorgesehen, mussten sie mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges am 1. August
1014 mit allgemeinen Einsätzen vor Personen- und Güterzügen vorlieb nehmen,
bis dann 1918 der Schnellzugverkehr wieder langsam in Gang kam. Mit der
Elektrifizierung der BN-Strecke im Jahre 1928 wurden die beiden Lokomotiven
nicht mehr benötigt.
- Die beiden Lokomotiven wurden 1933 ausgemustert.
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